Online-Banking - ein oft emotional besetztes Thema

Trotz der sich im zunehmenden Alter leider oft reduzierenden Mobilität ist es wichtig, seine Selbstständigkeit zu erhalten. Dazu gehört mit Sicherheit auch die Erledigung der Bankgeschäfte. Dank der Sparmaßnahmen der Banken gibt es immer weniger Filialen, sodass die Bankgeschäfte zunehmend per Brief erledigt werden. Wenn das Gehen nun immer schwerer fällt, wird auch der Gang zum Briefkasten immer mühseliger.

Sofern man nun einen Computer besitzt, bietet sich ab diesem Zeitpunkt der Einsatz eines  Onlinebanking-Programms an. Manch einer wird jetzt laut Aufschreien, dass das auf keinen Fall eine Alternative ist, weil "viiiieeel zu gefährlich!"

Ich möchte an dieser Stelle eine Frage stellen: öffnen Sie alle Fenster und Außentüren, bevor Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen?

Na gut, ich habe noch eine Frage: Nutzen Sie ein Haustür aus Pappmaché?

Wenn Sie diese beiden Fragen mit einem "Natürlich nicht!" beantwortet haben, können Sie das Thema "Online-Banking" vielleicht einmal aus einer anderen Perspektive angehen. Auch hier gibt es nämlich erhebliche Unterschiede in der Qualität der Türen in Form von sehr unterschiedlichen Sicherheitsverfahren. Ich möchte Sie an dieser Stelle nicht mit einer ermüdenden Aufzählung langweilen, sondern mich auf das nach wie vor sicherste Verfahren beschränken. 

Die offizielle Bezeichnung lautet FinTS/HBCI – Verfahren (Financial Transaction Services / Home Banking Computer Interface), kurz "HBCI mit Chipkarte". Technische Details erspare ich Ihnen ebenfalls, bei Interesse gibt es bei Wikipedia eine ausführliche Erklärung des Verfahrens. Es gibt einen "Nachteil" bei diesem Verfahren: Sie müssen sich ein entsprechendes Onlinebanking-Programm und ein geeignetes Karten-Lesegerät zulegen (gesamt ca. 100-120€), der Einstieg ist also mit Kosten verbunden. Die anderen Verfahren sind alle erheblich billiger, aber hier bewegen wir uns dann wieder Richtung Pappmaché-Tür.

Bemerkenswert empfinde ich in diesem Zusammenhang die immer wieder von erstaunten Bankberatern an mich gestellte Frage, warum ich ihren Kunden gerade dieses mit vergleichsweise hohen Einstiegskosten verbundene Verfahren empfehle. Dieses würden i.d.R. doch nur Firmen nutzen. Auf meine schon ritualisierte Frage, warum dem so wäre, kommt dann zuverlässig die Antwort "weil es das Sicherste ist."

Voraussetzung für das Online Banking ist natürlich ein installiertes und aktuelles Antivirenprogramm.

Wenn Sie also vielleicht mit dem Gedanken spielen, sich doch einmal etwas intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen zu wollen, berate und unterstütze ich Sie gerne.